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Wer seine Zeit im Leinenanzug an der Côte d’Azur, Gouloise rauchend in einem Pariser Café oder wahlweise gerne mit smarten Französinnen oder schönen frankophilen Männern plaudernd verbringt; für den haben wir den perfekt mondänen Soundtrack zusammengestellt.

Französische Chanson haben in meiner musikalischen Sozialisierung bislang überhaupt keine Rolle gespielt. Wenn ich in französischen Filmen mal welche gehört habe, dann habe ich das belangloses, eher nerviges Geplätscher wahrgenommen und wieder verdrängt. Dies hat sich nun geändert. Meine Eltern verbringen jeden Sommer mehrere Woche in Frankreich, dieses mal in der Haut Provence, in einem wunderbaren Ferienhaus im schönen Ort Bergamon. Ich habe sie ein paar Tage besucht, war wandern, gut essen und noch besser trinken.





Eher durch Zufall sind mein Vater und ich eines Abends auf das Thema Französische Chansons gekommen und er - musikalisch übrigens sehr bewandert - hat in einer kurzen Einführung über die kulturelle und politische Bedeutung dieses Genres mein Interesse geweckt. Also haben wir eine weitere Flasche Rosé geöffnet, Spotify gestartet und gemeinsam diese Playlist erstellt. Herausgekommen ist eine Selektion aus alten und neuen Chansons. Alle mit einem Nenner - keines der Stück nervt.






Wir haben uns in die Historie elektronische Musik eingearbeitet und ca 1,5 Stunden deepen Detroit Techno mit ordentlich Hall und Tiefe zusammengemixt.




Wer sich mit den Hintergründen von Detroit Techno ein bisschen beschäftigen möchte, dem sei folgender Vice Artikel ans Herz gelegt https://www.vice.com/de/article/ypjzxw/genre-fr-dummies-detroit-techno-808


Wir zitieren derweil Derrick May: „Die Philosophie, die seit Beginn hinter dem Begriff Techno aus Detroit steht, meint Individualität, Innovation, to be first and on top, und befindet sich in erklärtem Gegensatz zu dem, was wir schon immer unter bürgerlichem Konformismus verstanden haben, unter Industriedienlichkeit und Kommerzialisierung. Techno sollte den Menschen eine Alternative sein.“



Wer das Vergnügen hat, an einem Sonntag Morgen im Bett liegenblieben zu dürfen, der hat nun den passenden Soundtrack dazu.





Die Gelegenheiten ohne Termindruck oder wahlweise einem zerrenden Kind (oder noch besser - beidem gleichzeitig) einfach einen Vormittag an sich vorbeiziehen zu lassen sind rar. Dennoch existieren sie. Mein Weg ist dann einfach. Plattenregal, Kaffeemaschine, Buch oder Zeitung, zurück ins Bett oder auf die Couch. Am besten klingt dazu Musik, die "nebenbei" läuft, entspannt vor sich hin plätschert, ab und an aufhorchen lässt und nie ins Belanglose abdriftet.

Voilá!



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