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Sonntag, strahlender Sonnenschein und eine Flasche Rosé. Keine schlechten Rahmenbedingungen um über den Dächern Hamburgs ein Mixtape aufzunehmen. Voll mit Tracks, die wir gerne entspannt hören. Die aber genug Groove haben, um dazu beim nächsten Open Air mit geschlossenen Augen zu tanzen. Teilnahmslos begleitet hat uns dabei Christians Katze Flipper





Damit das Hören für euch noch schöner wird, gibt es das gute Stück sowohl als Mix als auch als Spotify Playlist. Gern geschehen.







Ganz durch Zufall bin ich wieder auf eine einst sehr geliebte und dann bei mir leider in Vergessenheit geratene Musikrichtung gestoßen - Drum and Bass! Es war dieses kurze Video einer Drum´n´Bass Party, ich finde es strotzt nur so vor positiver Energie und es hat mich spontan inspiriert mal wieder in die Materie einzusteigen.

Das Lied, das im Video zu hören ist, ist ein Remix einer noch recht unbekannten aber sehr talentierten deutschen Künstlerin:

Drum´n´Bass hat bisher zum Glück jegliche Kommerzattacken und Flauten in der elektronischen Musiksparte überlebt, da diese Sparte eigentlich immer eher Underground und cool statt Mainstream war. Dazu gehört auch eine sehr sympathische, kleine aber bunte Szene, die nie aufgehört hat Parties und Open Airs zu veranstalten, die ganz im Zeichen der gebrochenen Beats stehen und bei der die Musik viel mehr im Mittelpunkt steht als Drogen, Alkohol oder das Aufreissen von One-Night-Stands, wie bei so vielen anderen Musikevents. Einfach wahre Musiklover, die auch beim Tanzstil durchaus mehr Einsatz zeigen, als mit dem Fuß wippende Trullas und Hipster auf Mainstream-Festivals.


Fazit: Drum´n´Bass ist toll und hat sich immer unter Wert verkauft.


Es gibt so viele Unter-Arten: Liquid, Techstep, Dreamy, Dubstep, Neurofunk etc. Bei der Zusammenstellung einer feinen DnB-Playlist mit eher chilligen Tracks für zu Hause fiel mir auf, dass es auch sehr oft melancholisch zugeht. Ich habe daher versucht in der hier vorliegenden Playlist alle besonders sonnigen Stücke der letzten Zeit rauszusuchen und mit ein paar Klassikern zu garnieren.


Es ist also wieder mal ein schönes, handverlesenes Mixtape entstanden, dass wir statt auf einer 120min Audiokassette für euch auf Spotify veröffentlicht haben.


Hört rein und lasst euch die Sonne auf den Bass scheinen:


Link zum Mixtape: Klick




Mit Mitte 40 ein altersgerechtes DJ Set Up zu kreieren ist gar nicht so einfach. Ich habe es dennoch versucht. Letztlich mussten nämlich nur drei Kriterien erfüllt werden.





Erstens - Nostalgie

Ich kann mir beim besten Willen kein blinkendes Ufo ins Wohnzimmer stellen, das vor Effekten, Lichtern und Knöpfen nur so strotzt. Daher bleibt nur ein klassisches Trio aus zwei Technics 1210ern und einem Analogmixer. Der schönste Mixer der Welt ist meines Erachtens der RANE MP2015 - mit 2500 EUR ist mir der aber schlicht zu teuer. Ich habe mich nach langer Recherche dann für den Vestax MPC 270 A entschieden. In dem dezenten Gold und zurückhaltendem Design hat er mir am besten gefallen. Nachteil - Vestax ist schon länger pleite, Ersatzteile schwer zu beschaffen. Vorteil - die Bauweise lässt - wenn man einen guten Techniker findet - Reparaturen auch zu. Bei ebay gibt es die immer mal wieder recht günstig, meist haben die ein paar Jahre Club - oder Partyeinsatz hinter sich und müssen dementsprechend ordentlich gereinigt werden.

Zweitens - Design

Das Set Up auf einen Tisch zu stellen und die Kabellage daneben oder darunter rumbaumeln zu lassen war ausgeschlossen. Also habe ich bei myHammer eine Ausschreibung gemacht und tatsächlich einen Schreiner in Süddeutschland gefunden. Der hat das Ding nach meinen Vorgaben gebaut und auch gute Ideen eingebracht. So hat er zum Beispiel eine magnetische Klappe eingebaut, unter der Soundkarte, Kabel und Kopfhörer versteckt sind. Um Nostalgie und Design quasi auf die Spitze zu treiben, habe ich mir als Monitorbox eine Grundig Audiorama Box über das Pult an die Decke gehängt. Die klingt - für meine bescheidenen Zwecke - ordentlich und macht optisch ein bisschen mehr her als die typischen Studiomonitorboxen

Drittens - Zeitgeist

Ich kaufe nur noch Alben auf Vinyl, die ich dann höre und finde zum Auflegen Traktor Scratch einfach genial. Das Handling ist vom Mixing mit "normalen" Platten nicht zu unterscheiden und falls man - wie ich zum Beispiel - nicht mit den besten Skills gesegnet ist, kann man im Notfall auf die Sync-Funktion zurückgreifen. Daher ist in dem Pult zwischen Mixer und den beiden Plattenspieler eine Traktor Scratch A6 Soundkarte verbaut, die die perfekte Verbindung aus analoger und digitaler Welt möglich macht. Notebook an das Kabel anschließen und los geht's. Wer sich so gar nicht vorstellen kann, wie das funktionieren soll, der möge sich folgendes lehrreiches Video ansehen.


Zu guter Letzt stellt sich die Frage, wofür ich so ein Ding benötige? Weder habe noch werde ich jemals professionell auflegen. Tatsächlich macht es mir einfach Spaß ab und an zwei Platten zusammen zu mixen, daraus ein Mixtape zu machen und alle paar Monate ein paar Freunde einzuladen, die dann entweder auch ein bisschen auflegen oder eben nur zuhören.

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