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Techno für smarte Mädchen und charmante Jungs


In letzter Zeit gibt es mehr und mehr Acts, die elektronischen Sound mit Vocals stärker in den Songkontext stellen. Allen voran stehen da vermutlich The XX oder Dillon, aber auch unbekanntere Band wie Pupkulies & Rebecca. Weniger den Song, sondern vielmehr Techno haben da Saschienne im Visier. Das sympathische Ehepaar  bestehend aus Julienne Dessagne und dem crediblen Schnurrbartträger Sascha Funke kollaborieren auf diesem Album auf perfekte Art und Weise.


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Juliennes Stimme geht unter die Haut und verkörpert die Nacht und den Club so eindringlich, wie ich das auf Albumlänge selten gehört habe. Sascha Funke ist seit vielen Jahren als DJ international unterwegs und produziert auch selbst. So auch dieses hervorragende Album. Er hatte seinerzeit mit Mango auch einen größeren Clubhit, der von Paul Kalkbrenner in dessen Film verwurstet und von ihm selbst geremixt wurde. Sascha Funke steht für Club, nicht für Pop. Aus diesem Grund ist das Album auch nicht gefällig, sondern hat mit Tracks wie Knopfauge oder "Grand Cru" auch durchaus düstere Seiten.


Sascha Funkes DJ Sets sind im Übrigen wirklich empfehlenswert. Um ihn zu sehen, habe ich mich vor einigen Jahren sogar tatsächlich getraut, alleine in einen Club zu gehen. Ins "Click" nämlich. War musikalisch ein Wahnsinnsabend in einem der damalig besten Clubs Hamburgs!


"La Somme" ist dann wieder versöhnlicher und nimmt einen in Richtung Ambient an die Hand. Mit "Neue Acht" endet das Album dann deep und versöhnlich und schubst einen aus der Tür des Clubs in die Morgensonne und nach Hause.



Mein Verstand sagt NEIN, aber mein Herz schreit DISKO


Morgan Geist war Mitbegründer einer meiner absoluten Lieblingsvertreter in Sachen nuDisco: Metro Area. Der interessierte Leser möge sich mal den Track "Miura"anhören. Das war seinerzeit der größte Hit der Formation um Morgan Geist. Ein echtes Disco Monster dessen Hookline einen nicht loslässt.


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Seit dem selbstbenannten Metro Area Album aus dem Jahr 2002 ist es bis auf ein paar Singelauskopplungen ruhig geworden um die Band. 2008 kam dann das Album von Morgan Geist, dass ich seinerzeit auch direkt und ohne Vorhöhren gekauft habe. Stilmässig bleibt es NuDisco, allerdings deutlich weniger houselastig und elektronisch als alle Veröffentlichungen rund um Metro Area.

Das liegt schon alleine an der Kooperation mit Jeremy Greenspan, der auf den meisten Tracks die Vocals übernimmt. So auch auf "Detroit", der Single, die auch in vielen Clubs gespielt wurde. Komischerweise ist die Platte gar nicht so detroitlastig, wie der Name verspricht. Grooven, tut es trotzdem.


Das Album habe ich wirklich viel gehört und höre es immer noch ab und an. Das liegt daran, dass die Platte zwar Disco ist, aber nicht cheesy, sondern sexy. Hätte sich Daft Punk mal ne Scheibe von abschneiden können bei dem uninspirierten Gejaule rund um "Get Lucky".


Double Night Time klingt zu unterschiedlichen Anlässen gut, weil es abwechslungsreich bleibt. So gibt's mit "Skyblue Pink" sogar Ambient, mit "Lullaby" jazzt es vor sich hin und in "Palace Life" rummst es auch mal ordentlich. Der Titel ist Programm. Klingt abends und nachts schon passender als am helllichten Tage. Ist in der Disko ja auch nicht anders.



  • 24. Okt. 2013

If you can't DJ, don't DJ


Eines vorab: Ich mag die meisten Veröffentlichungen der DJ Kicks Reihe und ich liebe Hot Chip. Aber: Zugegebenermaßen bringt es Hot Chip Mastermind Joe Goddard in einem Interview letztes Jahr auf folgende Frage selbst am besten auf den Punkt.


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Frage: Das erste Mal, dass ich dich auflegen gehört habe, war vor sechs Jahren bei einem DJ-Set in der Panorama Bar. Und um ehrlich zu sein: Es war eines der schlechtesten Sets, die ich dort gehört hab.

Joe Goddard: Ja, das war eine sehr dumme Sache und definitiv das schlechteste Set, das ich je gespielt habe. Ich habe abwechselnd zusammen mit Al von Hot Chip aufgelegt. Er hat coole Techno-Platten gespielt und ich alles Mögliche. Da hat überhaupt nichts zusammengepasst. Das Fatale dabei: Ich war so drauf, dass ich das gar nicht mitbekommen habe.


Yep. Genauso so klingt auch die Hot Chip - Dj Kicks. Da trifft Hip Hop von Positive K ( der klingt wie Will Smith) auf deutschen Floraltechno von Dominik Eulberg. Eine völlig überflüssige Version von New Order findet sich von einer Jiggle HipHop Platte getrennt in trauter Vereinigung mit minimal Gebolze von Gabriel Ananda und nach insgesamt 24 Tracks aus allen Musikrichtungen endet das Drama mit Rock'n'Roll von Ray Charles.


Das klingt weder innovativ noch lustig, sondern nervtötend. Das ganze Drama wird auch nicht von einem Flow getragen, weil die Tracks entweder schlecht oder garnicht gemixt sind. Das einzig Tröstende ist der Beitrag von Hot Chip selbst - "My Piano" - eine wunderbare Platte, wie sie nur von Hot Chip selbst produziert werden kann.


Nun stellt sich die Frage warum ich diese Platte überhaupt jemals gekauft habe? Weil ich Hot Chip geil finde und alles von dieser Wahnsinnsband gekauft habe, ohne auch nur daran zu denken, vorher einmal hinein zu hören, bzw. beim Lesen der Tracklist mal den Kopf einzuschalten. Passiert mir so schnell auch nicht wieder.




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