Christian Löffler - Lys

Klopapier und Nudeln hamstern? Ohne mich. Ich habe zwei Kisten Weißwein und sieben neue Platten bei den Händlern meines Vertrauens um die Ecke telefonisch bestellt, online bezahlt und kontaktlos abgeholt. Daher kann die Quarantäne im Zweifel kommen. Ich bin gerüstet.




Auf Lys freue ich mich schon eine ganze Weile. Christian Löffler hat 2012 mit "Forest" ein Album produziert, das mich seitdem begleitet. Im Plattenregal findet sich das gute Stück unter "Listening Techno" und da gehört "Lys" ebenfalls hin. Elektronischer Sound zum Hinhören und Eintauchen. Das klingt zwar im Grundton melancholisch lässt aber die Hoffnung auf Besserung nie außer Sicht. Ironischer Weise ist dies ein gutes Abbild der aktuellen Situation in der wir uns alle unfreiwillig überwiegend zu Hause in sozialer Isolation befinden und darauf hoffen, dass sich dies bald bessert.


Da wir die äußeren Rahmenbedingungen nicht ändern können, empfehle ich, das Beste daraus zu machen. In diesem Fall auf einen frühen Sonntag Abend eine Flasche Weißwein zu öffnen, das Album auf mittel lauter Lautstärke aufzulegen und sich darauf einlassen. Das Album lässt sich sehr gut durchhören, da die Tracks zwar autark für sich stehen, aber dennoch harmonisch ein Ganzes ergeben. Es fällt mir daher schwer mich für mich einen Anspieltipp zu entscheiden. Lieber von vorne bis zum Schluss durchhören. Auch wenn "Versailles (Hold)" sicherlich eine Ausnahmetrack ist und von Christian Löfflers Stimme nochmal eine besondere Intensität und Tiefe erlangt.




Also - für alle Melancholiker in diesem fordernden Zeiten Auf "Lys" wird am Ende eines jeden Tracks alles gut, ohne dass es vorher schlecht war. Sogar auf "The End" mit der wunderbaren Josephine Philip ist viel Platz für Hoffnung - da heißt es nämlich sehr treffend

In the end, in the end

It's all you, it's all you


Nehmen wir uns das zu Herzen!